Bericht vom Global Scrum Gathering in München

Thema des Abends war das Internationale Scrum Gathering, das vom 17.-19. in München statt fand. Christian Ohler berichtete von ausgewählten Sessions.

1. Responsibility Process – Christopher Avery

Christopher Avery trug auf einer fesselnden Keynote sein Konzept „Responsibility Process“ vor. Er machte klar, dass Fehler und schwierige Situationen zu jedem Projekt und zu unseren Alltag dazugehören. Entscheidend ist, wie wir darauf antworten – „Verantwortung“ leitet sich eben von „antworten“ ab. Um wahre Verantwortung zu übernehmen muss man mehrere Stufen erklimmen, die auch als Poster auf seiner Homepage downloadbar sind.

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2. Scrum Master Dojo – Ralf Kruse

In der ineteraktiven Session präsentierte Ralf Kruse 4 typische Situationen, die in Projekten auftreten können und eine Herausforderung für den Scrum Master darstellen. In Gruppen wurden mögliche Gründe, Lösungsansätze und Zeichen für eintretende Verbesserung diskutiert.

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3. Product Owner Dojo – Peter Stevens & Tomasz Wykowski

Warum TDD, Pair Programming auch für Product Owner wichtig und interssant sind, stellten Peter Stevens und Tomasz Wykowski vor. Diese Techniken wurden dann in Gruppen dazu verwendet, um eine Präsentation iterativ zu erstellen.

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4. Origami Scrum – Tom Mellor

Origami ist eine tolle Möglichkeit für eine Scrum-Simulation und eine preieswerte Alternative zum Lego-Scrum. Alle Teilnehmer hatten viel Spaß bei der Übung von verließen den Raum mit einem Lächeln.

Ein Vielzahl an Materialien gibt es hier: Download

5. NoEstimates – Albina Popova

Am Open-Space Tag berichtete Albine Popova von ihren Erfahrungen mit dem Experiment, Estimations und Story Points abzuschaffen, um die Vorhersagbarkeit ihrer Teams zu verbessern – nur ein scheinbarer Widerspruch. Ein wirklich spannender und unterhaltsamer Praxis-Bericht!

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6. Prioritize your Backlog for profit – Jason Tanner

Jason Tanner stellte eine Methode vor, wie Product Features priorisiert werden.

Dabei wird eine Tabelle folgerndermaßen angelegt:

  • Schreibe jedese Feature in eine Zeile. Die erste Zeile ist für das Eintragen der Gewichtungen der folgenden Spalten vorgesehen.
  • Erzeuge jeweils eine Spalte für die verschiedenen Ziele : Verschiedene Stakeholder (intern wie extern), Strategische Ziele, Einnahme-Möglichkeiten
  • Ordne jedem dieser Ziele eine prozentuale Gewichtung zu.
  • Fülle jetzt die Matrix mit „1“ oder „0“, je nachdem ob das Feature zur Erreichung der Ziele beiträgt (bzw lasse von den Stakeholdern ausfüllen)
  • Die Werte in den Zellen werden multipliziert mit der Gewichtung und jeweils aufsummiert. Der resultierende Wert ergibt die Priorisierung des Features.

Zugeben, eine durchaus komplizierte Methode, jedoch auch eine gute Möglichkeit, bei große Backlogs und verschiedenen Interessensgruppen zu einer objektiven Lösung zu kommen.

Die deutlich schlankere Alternative zu priorisieren sieht so aus 😉

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